Ratgeber Fußpilz

Informationen über Hautpilzerkrankungen

Fußpilz-Therapie

Die Behandlung von Fußpilz erfolgt mit sog. Antimykotika. Diese Medikamente basieren auf pilztötenden Wirkstoffen. In der Regel wird die Behandlung mit einer Lokaltherapie durchgeführt. Dabei werden Cremes, Salben, Puder oder Pasten gezielt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Zur Anwendung können dabei Substanzen aus verschiedenen Wirkstoffklassen kommen.




Wirkstoffe zur topischen Anwendung bei Hautpilzbefall

Wirkstoffklasse Wirkstoffe u. a.:
Imidazolderivate Bifonazol, Clotrimazol, Econazol, Miconazol, Sertaconazol, Tioconazol
Hydroxypyridone Ciclopiroxolamin
Allylamine Naftifin, Terbinafin
Morpholine Amorolfin


Aufgrund ihres Wirkmechanismus töten die meisten Antimykotika nur sich teilende Pilzzellen ab. Zellen in der Ruhephase werden nicht beeinflusst. Aus diesem Grund ist es anzuraten, dass die lokale Behandlung rund drei bis vier Wochen lang durchgeführt wird. Dies hat zur Folge, dass zum Zeitpunkt des Beginns der Behandlung ruhende Zellen nach und nach eliminiert werden können. Damit kann ein Rezidiv (Wiederauftreten der Erkrankung) effektiv verhindert werden.

Im Regelfall reicht die äußerliche Behandlung des Fußpilzes aus. Versagt jedoch die topische Behandlung oder ist davon auszugehen, dass äußerlich aufgetragene Präparate nicht wirksam sind (z. B. bei hyperkeratotischer Tinea pedum), kann ggf. auf systemische Medikamente zurückgegriffen werden.

Wirkstoffe zur systemischen Anwendung bei Hautpilzbefall

Wirkstoffklasse Wirkstoffe u. a.:
Imidazolderivate Fluconazol, Itraconazol, Ketoconazol
Benzofuranderivate Griseofulvin
Allylamine Terbinafin


Im Allgemeinen ist ergänzend zur medikamentösen Behandlung anzuraten, z. B. Schuhe oder Strümpfe mit einem geeigneten Desinfektionsmittel zu behandeln, um eine Neuansteckung zu vermeiden.

Wichtig: Fußpilz heilt in der Regel nicht von alleine aus. Normale Cremes oder Salben helfen gegen einen Hautpilz nicht. Daher sollte unbedingt auf geeignete wirkstoffhaltige Präparate zurückgegriffen werden.

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Information für Diabetiker von Curado.de

  • Fußpilz kann bei Diabetes mellitus zu schwerwiegenden Infektionen führen
    Menschen mit Diabetes mellitus leiden häufig an einer trockenen, rissigen Haut und einer geschwächten Immunabwehr. Aus diesem Grund sind Diabetiker besonders anfällig für Fußpilz. Während für gesunde Menschen Fußpilz lediglich eine lästige, aber harmlose Erkrankung ist, können Hautpilzinfektionen bei Diabetikern gefährliche Folgeerkrankungen nach sich ziehen.

    Die durch den Fußpilz entzündete Haut kann vor bakteriellen Infektionen keinen ausreichenden Schutz mehr bieten. Da bei Diabetes meist die Durchblutung eingeschränkt ist, können Wunden schlecht verheilen. So können sich Entzündungen schnell ausbreiten und im Extremfall eine Amputation des Fußes zur Folge haben. Diabetiker sollten sich daher bestmöglich vor Fußpilz und anderen Hautpilzerkrankungen schützen.